Biografie

1961 Aschermittwoch in einem Kölner "Beichtstuhl" zur Welt gekommen - leider evangelisch.Bernd Arnold

Bernd Arnold arbeitet als Fotokünstler und Fotojournalist für deutsche und internationale Printmedien. Die Rituale der Macht entdeckt Bernd Arnold in der Politik, Kirche, Halbwelt, Wirtschaft und in den Medien. Der Zyklus "Macht und Ritual" zeigt die Inszenierung von Führungsanspruch, Meinungs-Kontrolle und Religion wie sie in der modernen Gegenwartsgesellschaft stattfindet.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Portrait Fotografie. Die in Serien angelegten Portraits beschäftigen sich immer wieder mit dem Motiv der "Unbedeutenden Persönlichkeiten". Sie beziehen ihre Spannung aus dem Wechselspiel portraitierter Bekannter und bekannter Persönlichkeiten.  


















Die dokumentarisch-künstlerische Arbeit gliedert sich u.a. in die Werkgruppen "Macht und Ritual",  "Black East Wild West", "Unbedeutende Persönlichkeiten". Viele der darin enthaltenden Serien wie z.B. "Wahl Kampf Ritual" oder „Das Kölner Heil" waren bereits vielfach in nationalen und internationalen Ausstellungen zu sehen.

Bernd Arnold hat Fotografie an der Fachhochschule Dortmund studiert. Er lebt und arbeitet in Köln.

Maiwald DigitalisLandschaftMaiwald Digitalis blau grün
Langatmig

1961 Aschermittwoch in einem Kölner "Beichtstuhl" zur Welt
gekommen - leider evangelisch. Bernd Arnold

Vielleicht verdunkelte sich deshalb an diesem Tag die Sonne. Das Schauspiel jener Sonnenfinsternis war wieder und wieder in zahllosen Lichtspieltheatern auf aller Welt zu sehen: Auf Zelluloid gebannt bildete es den Hintergrund für die Kreuzigungsszene im Kinofilm »Barabbas«.
Es ist anzunehmen: Dies war die Ursache für Arnolds spätere Berufung zum Fotografen und seine stetige Suche nach Licht.

1983-1990 Studium der Fotografie an der FH Dortmund bei Prof. Hans Meyer-Veden und Prof. Adolf Clemens. 1987-1990 freie Mitarbeit für den Kölner Stadtanzeiger und die Kölner Illustrierte.  Ab 1989 erste Auftragsarbeiten für den STERN und das ZEITmagazin. 1990 verlor der junge Fotograf seine Unschuld mit der Diplomarbeit Nacht im Milieu bei Prof. Cindy Gates (FH Dortmund). Die Geschichte über Nachtleben und Halbweltmilieu im Kölner Friesenviertel und Eigelstein war der erste abgeschlossene Teil zum Zyklus »Macht und Ritual«. In den folgenden Jahren arbeitet Arnold immer intensiver an seinem zentralen Thema der Macht und den Ritualen gesellschaftlicher Inszenierungen. Neben der zauberhaften Welt des Eros waren die weiteren Themen der Katholizismus in Köln, die Inszenierungen des demokratischen Wahlkampfes zur Findung des Kanzlers, die Gipfel der Weltwirtschaft und das Innenleben der Fernsehwelt.

Ab 1990 Hospitanz in der Bildredaktion DIE ZEITFotobuch Das Kölner Heil. Gründung der Fotografengruppe ZAMPANOS, die sich mit ihren Restbeständen von drei Fotografen geschlossen zur damals noch unscheinbaren Fotografenagentur LAIF gesellte. 1998 folgte dann der Wechsel zur Fotografengruppe VISUM. Immer wieder Auftragsarbeiten für Magazine und Zeitungen wie Capital, Der Spiegel, Die Zeit, Financial Times Deutschland, Focus, GEO, Impulse, Merian, Neue Züricher Zeitung, Playboy, STERN, taz, ZEITmagazin u.a.

1997 entstand in Zusammenarbeit mit Winfried Heininger, Markus und Christoph Schaden im Schaden Verlag die Monographie Das Kölner Heil. Der zweite Teil des Zyklus »Macht und Ritual« war damit abgeschlossen.

Skyline Köln bei NachtKölner DOM Fenster

In den Jahren 1998 bis 2006 entwickelt Bernd Arnold in Zusammenarbeit mit Franz und Nadia van der Grinten in deren Kölner Galerie mehrere Projekte und Editionen. Die Ausstellungen Wahlkampfrituale und Wirtschaftsgipfel verbanden das Konzept einer Illustrierten mit dem Konzept einer Galerie. Unter dem Aspekt »Illustrierte zum Reingehen« entstanden Ausstellungen, die sich täglich durch neue Fotografien veränderte. Gleichzeitig wurden die am aktuellen Geschehen orientierten Bilder durch die Wirkung des Raumes in einen anderen Kontext gerückt.

Im Februar 2000 geht diese Website www.berndarnold.de ins Netz.

Ein weiterer Schwerpunkt Theaterjahrbuch Köln ist die Portrait-Fotografie. In Serien angelegt, reflektiert sie das Motiv der Unbedeutenden Persönlichkeiten. Die Arbeiten beziehen ihre Spannung aus dem Wechselspiel portraitierter Bekannter und bekannter Persönlichkeiten.

Über das Buch- und Portraitprojekt Theaterszene Köln (im Auftrag der SK Stiftung Kultur) entwickelt sich ab 2001 mit Inka Neubert und ihrem Theaterensemble INTEATA eine Zusammenarbeit, die neben der Theaterfotografie auch die Produktion des Bühnenbildes in Form einer Projektion zu Lagarce Liebesgeschichte (Letzte Kapitel) beinhaltet. Unter anderem ist hier der Bühnenraum abfotografiert und wird wieder auf die Bühne projiziert und im weiteren Verlauf immer stärker verschachtelt. Schauspieler verlassen ihre Positionen und an deren Stelle bleiben ihre Abbildungen stehen. MondDas Spiel mit der Realität und dem Abbild einer Erinnerung markiert hier beiläufig den Übergang von der analogen zur digitalen Fotografie, der in verschiedenen Serien seit 1988 in der Reihe »Digitalis« thematisiert ist.

Seit 2004 Berufenes Mitglied Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh). Seit 2006 Mitglied Deutsche Fotografische Akademie (DFA). Hier stellt sich sogleich die Frage nach der richtigen Schreibweise: Photograph oder Fotograf?

Neben den Werkgruppen »Macht und Ritual« und »Unbedeutende Persönlichkeiten« beschäftigt sich Arnold seit 2006 noch auf andere Weise mit deutschen Zuständen und dem Thema der Heilssuche. Das PortalDie Zone Koeln beschreibt in den Gesichtern der Besucher des Kölner Doms die Schwelle zwischen Diesseits und Jenseits. Die Serie Die Zone dokumentiert die Kultur der Fußgängerzonen: Menschen auf der Suche nach Erlösung drängen sich in den engen Schluchten des Konsums. Black East zeichnet in düsteren Stadt-Räumen orientierungslose Menschen in unheilvoller Isolation. In Mimesis - Trügerisches Spiel sind die Ankerpunkte der Realität im Kölner Karneval nicht mehr eindeutig zu identifizieren. Im Fluss der Bewegungen schwanken dunkle Massen, skurrile Situationen, schemenhafte Portraits und fragwürdige Details zwischen dem Realen und dem Erfundenen.  Und der verbindende Titel zu diesem Zyklus lautet:»Black East Wild West«.

Im Oktober 2013 erschien in Zusammenarbeit mit Christoph Schaden und dem Grafiker Knut Schötteldreier im Verlag Edition Panorama der Bildband WAHL KAMPF RITUAL aus dem Zyklus "Macht und Ritual".

Bernd Arnold lebt und arbeitet in Köln. Seit 2007 hat er sein Atelier im Kunsthaus Rhenania. Dort wirft er hin und wieder einen seichten Blick auf den Kölner Yachthafen - und folgt ansonsten weiterhin dem heiligen Stern und anderen Verheißungen.

Buch WAHL KAMPF RITUALMimesisStillebenBlack East Wild WestWahlkampfrituale DigitalisBlack EastLagarce DigitalisWahlkampfrituale in der Westfalenhalle DortmundErasmusStillleben