Bernd Arnold

Fotografie

Seit Mitte der 1980er Jahre entstehen aus freien und beauftragten Arbeiten, Buch- und Ausstellungsprojekten fotografische Zyklen und Serien. Sie kreisen um den Menschen, seine Begegnungen und Beziehungen und um die Frage, wie Wirklichkeit, Wahrnehmung und fotografisches Bild miteinander verbunden sind.

Fotografische Zyklen und Arbeiten von Bernd Arnold

Die fotografische Arbeit gliedert sich in folgende Werkgruppen:

Macht und Ritual untersucht in fünf Serien aus den Jahren 1986 bis 2025 äußere Erscheinungsformen von Macht und jene Strukturen, in denen ritualisierte Verhaltensweisen und Beziehungen sichtbar werden.

Black East Wild West bewegt sich an Schnittstellen vom Weltlichen zum Sakralen, entlang heutiger Portale, an Orten mimetischen Begehrens, des Schwundes und des Wachstums.

Unbedeutende Persönlichkeiten versammelt Portraits und Portraitserien seit 1985. Ihre Ordnung folgt nicht der gesellschaftlichen Bedeutung der Portraitierten, sondern den Entstehungszusammenhängen der Fotografien und den Begegnungen, aus denen sie hervorgingen.

Dunkle Städte Helle Stätten führt durch unterschiedliche Städte, Landschaften und Orte und folgt den Atmosphären, die sich auf Reisen und in der unmittelbaren Umgebung zeigen.

Stille versammelt Fotografien, in denen Bewegung zurücktritt und andere Formen der Wahrnehmung von Zeit, Raum und Gegenwart sichtbar werden.

Digitalis und Dichografien folgt über mehrere Jahrzehnte den Veränderungen des fotografischen Bildes, von ersten digitalen Eingriffen über die Digitalfotografie bis zu generativ erzeugten Bildern und der Frage, was Fotografie von ihrer perfekten Imitation unterscheidet.

Neben den fotografischen Arbeiten entstanden über die Jahre Editorials, Bücher und Ausstellungen sowie Texte über Fotografie, Wahrnehmung und den Wirklichkeitsbezug fotografischer Bilder. Die jüngsten Überlegungen beschäftigen sich mit der Frage, was Fotografie noch bedeutet, wenn ihre äußere Erscheinung von künstlicher Intelligenz perfekt imitiert werden kann.