Portraitserie III – Unbedeutende Persönlichkeiten – Walter mit Fernsicht – Fotografie

Portraitserie III
Unbedeutende Persönlichkeiten

Studienarbeit 1986

Der Auslöser der Serie war ein studentischer Wettbewerb der Fachhochschule Dortmund zum Thema »Inszenierte Wirklichkeiten«, bei dem ich den Gedanken des Fotografiertwerdens aus dem damals neu erschienenen Buch »Die helle Kammer« von Roland Barthes aufgriff.

Die Frage war weniger, eine Inszenierung zu erzeugen, sondern vielmehr, wie sich die Begegnung so direkt und unvermittelt festhalten lässt, dass die Inszenierung weitestgehend zurücktritt: zugunsten einer zeit- und raumlosen Atmosphäre. Es ist schwer in Worte zu fassen, aber es ging um das Festhalten eines Momentes des Lebendigen, der einen Bruchteil später bereits vergangen war und dennoch in seiner Unmittelbarkeit die Atmosphäre der Begegnung wiedergibt. So lag es nahe, Menschen aus meinem direkten Umfeld zu fotografieren: Vater, Mutter, Schwester, Freundin, Onkel und Tante.

EN

Während des Vergrößerns der ersten Abzüge in der Dunkelkammer wurde mir schlagartig klar, dass in den Bildern jene Atmosphäre entstanden war, in der Wirklichkeit und Fotografie auf eine Weise zusammenkamen, die sich nicht mehr voneinander trennen ließ.

Diese Erfahrung sollte in den folgenden Jahrzehnten immer wieder meine Portraitfotografie leiten.

Ausstellungskatalog Inszenierte Wirklichkeiten

Vintage Silbergelatineabzüge auf Baryt, 30×24 cm und 60×50 cm, sig., st., 1986

Portraitserie III – Unbedeutende Persönlichkeiten – Walter – Fotografie Portraitserie III – Unbedeutende Persönlichkeiten – Erich – Fotografie Portraitserie III – Unbedeutende Persönlichkeiten – Elke – Fotografie Portraitserie III – Unbedeutende Persönlichkeiten – Marit – Fotografie Portraitserie III – Unbedeutende Persönlichkeiten – Wilma – Fotografie Portraitserie III – Unbedeutende Persönlichkeiten – Renate – Fotografie